Der Verein der Freunde der Klosterkirche Paradies lud am Wochenende in die Klosterkirche zu einem Kulturabend mit dem Vokalquintett A-cappella-Musik-Theater Voxtasy ein. Mit Rettungsring, Seekiste und Besen kamen die zwei Sängerinnen und drei Sänger durchs Kirchenschiff zum Altar: Yvonne Baumer und Susann Rieben, beide Mezzo-Sopran, Markus Kocher, Tenor, Marc Jenni, Tenor, und Aadhar R. Zimmermann, Bass und Arrangeur.
Sie gaben Lieder von Liebe, Träumen, Heimweh, Lust, Frust, Romanzen und Demonstration mit leidenschaftlicher Intensität zum Besten. Markus Kocher besang mit viel Satire die schweizerische Miss-Wahl. Anrührend und zart, manchmal anklagend, auch mal brüllend, schlug das Quintett den Bogen zwischen italienischen Canzoni, deutschen Schlagern, Renaissance, Pop, Jazz und Rap. Erstaunlich, wie diese Formation dank empathischer Spielweise keine Mühe hatte, gegenseitig den Stimmungsbogen mitzutragen.
Instrumente nachgeahmt
Die einzelnen Stimmen standen gleichberechtigt nebeneinander. Eine oder mehrere Stimmen übernahmen die Hauptstimme, während die anderen Stimmen für die Begleitung sorgten. Dabei ahmten die einzelnen Stimmen (verstärkt durch elektronische Hilfsmittel) einzelne Instrumente nach, ergänzt auch durch Händeklatschen oder Fingerschnipsen des Publikums. Die Konzertbesucher, es waren rund 80, hielten mit persönlichen Lobesworten beim Pausen-Punch und Birewegge nicht zurück.
Marianne Siegrist, zuständig für die künstlerische Leitung, dankte speziell Urs Spuhler, Ottoberg. «Weil die Klosterkirche Paradies so schön restauriert ist, sponsere ich hier jedes Jahr einen Kulturanlass. Meine Frau Maria und ich singen im Frauen- und Männerchor Ottoberg, deshalb haben wir uns für Voxtasy entschieden», erklärte Spuhler. In der Klosterkirche Paradies finden jeweils im Winter-Halbjahr sechs Konzerte statt.
Imargrith Pfister-Kübler